KI-Kompass · Orientierung für Unternehmen

KI-Kompass für Unternehmen: in fünf Schritten zum ersten KI-Projekt

Der KI-Kompass gibt Unternehmen und Mittelständlern eine klare Richtung für den Einstieg in künstliche Intelligenz: Voraussetzungen prüfen, den richtigen Anwendungsfall wählen, Kosten realistisch einschätzen, das passende Engagement-Modell bestimmen und geprüfte KI-Expert:innen finden. Kostenlos, neutral und ohne Fachjargon.

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Die fünf Schritte

Ihr Weg zum ersten KI-Projekt

Arbeiten Sie die Schritte der Reihe nach ab. Jeder führt zu einer vertiefenden Seite mit konkreten Hilfen.

1. Voraussetzungen prüfen

Der kostenlose KI-Readiness-Check zeigt in drei Minuten, wo Ihr Unternehmen steht und was vor einem Projekt zu klären ist.

2. Use Case wählen

Den ersten Anwendungsfall nach Nutzen, Machbarkeit, Datenlage und Risiko auswählen – klein und messbar statt groß und vage.

3. Kosten einschätzen

Marktübliche Tagessätze, typische Projektkosten und die Faktoren, die Ihr Budget bestimmen.

4. Modell wählen

Freelancer, KI-Agentur oder Plattform – welches Modell zu Projekt, Kapazität und Budget passt.

5. Expert:innen finden

Geprüfte KI-Berater:innen und Dienstleister vergleichen oder Ihr KI-Projekt direkt ausschreiben.

Sechs Fragen, die sich jede Geschäftsführung vor dem KI-Einstieg stellen sollte

  1. Welches konkrete Problem soll KI lösen – und woran messen wir, ob es gelöst ist?
  2. Welche Daten haben wir dafür, und dürfen wir sie für diesen Zweck nutzen?
  3. Wer im Unternehmen verantwortet das Vorhaben und hat Zeit dafür?
  4. Bauen wir selbst, kaufen wir eine Standardlösung oder arbeiten wir mit externen Expert:innen?
  5. Welche Anforderungen gelten für Datenschutz, Hosting und den EU AI Act?
  6. Was passiert nach dem Pilot: Wer betreibt, pflegt und verbessert die Lösung?

KI-Glossar: die wichtigsten Begriffe kurz erklärt

Generative KI (GenAI)
KI, die neue Inhalte erzeugt – Texte, Bilder, Code oder Audio – statt nur Daten zu klassifizieren.
Large Language Model (LLM)
Ein großes Sprachmodell, das Text versteht und erzeugt, etwa die Modelle hinter ChatGPT, Claude oder Gemini.
RAG (Retrieval-Augmented Generation)
Ein Verfahren, bei dem ein Sprachmodell vor der Antwort passende Stellen aus Ihren eigenen Dokumenten nachschlägt – mit Quellenangabe statt Erfindung.
KI-Agent
Ein KI-System, das selbstständig mehrere Schritte ausführt, etwa E-Mails lesen, Daten nachschlagen und Einträge in Systemen anlegen.
Computer Vision
KI, die Bilder und Videos auswertet, zum Beispiel für Qualitätsprüfung oder Dokumentenerkennung.
Fine-Tuning
Das Nachtrainieren eines bestehenden Modells mit eigenen Beispielen, damit es eine spezielle Aufgabe besser löst.
Proof of Concept / Pilot
Ein kleines, zeitlich begrenztes Projekt, das mit echten Daten zeigt, ob ein KI-Ansatz das Ziel erreicht.
MLOps
Betrieb, Überwachung und Weiterentwicklung von KI-Modellen nach dem Go-live.
EU AI Act
Die europäische KI-Verordnung, die KI-Systeme nach Risikoklassen einordnet und daran Pflichten knüpft.

Hinweis zum Namen

Mehrere Industrie- und Handelskammern veröffentlichen unter dem Namen „KI-Kompass“ eigene Übersichten zu Veranstaltungen, Weiterbildungen und Förderangeboten in ihrer Region. Dieser KI-Kompass ist ein davon unabhängiger Leitfaden von Die KI Plattform. Regionale IHK-Angebote und die Mittelstand-Digital Zentren sind eine gute Ergänzung, etwa für Weiterbildung und Fördermittel.

KI-Kompass – häufige Fragen

Was ist der KI-Kompass? +

Der KI-Kompass von Die KI Plattform ist ein kostenloser Leitfaden für Unternehmen, die mit künstlicher Intelligenz starten wollen. Er führt in fünf Schritten von der Prüfung der Voraussetzungen über die Use-Case-Auswahl, Kosten und das Engagement-Modell bis zur Suche nach geprüften KI-Expert:innen.

Für wen ist der KI-Kompass gedacht? +

Für Geschäftsführung, Fachbereiche und IT in Unternehmen ohne eigenes KI-Team – insbesondere im Mittelstand. Vorwissen ist nicht nötig; das Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe.

Ist das der KI-Kompass der IHK? +

Nein. Mehrere IHKs veröffentlichen eigene Übersichten unter dem Namen „KI-Kompass“, etwa zu Veranstaltungen und Weiterbildungen in ihrer Region. Dieser Leitfaden ist davon unabhängig und ergänzt solche Angebote um konkrete Schritte bis zur Umsetzung.

Womit sollte ich beim Einstieg in KI anfangen? +

Mit einem klar umrissenen Problem und einer ehrlichen Bestandsaufnahme der Voraussetzungen. Der kostenlose KI-Readiness-Check zeigt in drei Minuten, ob ein Pilot sinnvoll ist oder ob zuerst Use Case und Daten geklärt werden sollten.

Was kostet der Einstieg in KI? +

Ein abgegrenzter Proof of Concept startet häufig bei 5.000 – 20.000 €. Marktübliche Tagessätze für KI-Expert:innen liegen zwischen 800 € und 1.800 €. Die Kosten hängen vor allem von Datenlage, Integration und Datenschutzanforderungen ab.

Brauche ich für den KI-Einstieg einen Berater? +

Nicht zwingend, aber für die Auswahl des ersten Use Case und die Umsetzung lohnt sich externe Erfahrung meist. Über Die KI Plattform vergleichen Sie geprüfte KI-Berater:innen, Freelancer und Agenturen kostenlos.

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